Ingenieurgesellschaft mbH

Headerbild_IBSWeb_Haslach_bearb.jpg Bioenergie Schnellingen:

Strom und Wärme aus Holzpellets

März 2015 – Haslach im Kinzigtal, Ortsteil Schnellingen, Ortenaukreis

HOCHMODERNES BIOMASSEKRAFTWERK VERSORGT
SCHNELLINGER BÜRGER MIT WÄRME

Seit Januar 2015 produziert die Bioenergie Schnellingen GmbH umweltfreundliche Wärme für die neue Nahwärmeversorgung in Schnellingen. Das zentrale Element der innovativen Anlage ist ein Holzvergaser, der mit regional produzierten Holzpellets betrieben wird.

>> Download Artikel Mittelbadische Zeitung vom 21. März 2015

Das erzeugte Holzgas wird in einem Holzgas-Blockheizkraftwerk (BHKW) mittels Kraft-Wärme-Kopplung in Strom und Wärme umgewandelt. Bereits seit Juli 2014 wird der „grüne“ Strom ins Netz der Stadtwerke Haslach eingespeist.

Zum Anlagenkonzept gehören außerdem ein Erdgas-Blockheizkraftwerkund ein dezentraler Holzkessel für die Mittellast sowie dezentrale Gaskessel zur Abdeckung der Spitzenlasten (siehe Grafik).

Aktuell erzeugt die Anlage 2.900 MWh Wärme und 2.300 MWh Strom pro Jahr und versorgt 21 angeschlossene Haushalte und 5 Gewerbebetriebe mit Wärme. Das Potenzial bei der Wärmeproduktion liegt bei 3.750 MWh pro Jahr, es können also noch weitere Wärmeabnehmer angeschlossen werden.

Durch den Einsatz regenerativer Energieträger, kombiniert mit effizienter Kraft-Wärme-Kopplung, werden jährlich rund 1.200 Tonnen CO2-Emissionen eingespart.

Blockheizkraftwerk (Holzgas): Leistung 270 kWth, 190 kWel
Blockheizkraftwerk (Erdgas): Leistung 275 kWth, 210 kWel
Holzfeuerung: 320 kW
Zusatzkessel (Gaskessel): 900 kW
Pufferspeicher: 120.000 l
Leitungslänge Wärmenetz: 1,5 km

 

 

Anlieferung_Pellets.jpg
Grafik_Bioenergie_Schnellingen.jpg
Pufferspeicher_Haslach.jpg

Verteilung_Waermeerzeuger.jpg

 

 

 

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Biomasseheizkraftwerk

Ein Biomasseheizkraftwerk (BMHKW) erzeugt Strom und Wärme durch die Verbrennung von Biomasse. Die Stromerzeugung übernimmt hierbei ein Generator, der mit Wasserdampf oder ORC-Technologie betrieben wird. Bei dieser Technologie wird Abwärme über einen Wärmetauscher geführt und ein Kältemittel in einem geschlossenen Kreislauf erhitzt. Dadurch kann schon bei niedrigen Temperaturen ein hoher Dampfdruck aufgebaut werden. Der Druck treibt eine Turbine an, die mit einem Stromgenerator verbunden ist. Die abgeführte Wärme wird als Prozess- und Fernwärme genutzt.